Was ist eigentlich eine "Perrera"?

Impressionen aus dem Tierheim von Hunde aus Mallorca
Statt winziger Zwinger von 2qm gibt es in unserem Tierheim große Ausläufe für die Hunde
Impressionen aus dem Tierheim von Hunde aus Mallorca
Unsere Hundeausläufe werden ständig erweitert und verbessert - so haben wir z.B. Sonnensegel angebracht, damit alle Hunde ausreichend Schatten finden
Impressionen aus dem Tierheim von Hunde aus Mallorca
Impressionen aus dem Tierheim von Hunde aus Mallorca
Spiel und Spaß statt gedrängter, stressiger Enge
Impressionen aus dem Tierheim von Hunde aus Mallorca
Auf Sonnenliegen abchillen - das dürfen unsere Schützlinge bis zu ihrer Vermittlung in die neue Familie :)

Eine Perrera ist eine Tötungsstation!

In fast allen Gemeinden Mallorcas gibt es sogenannte "Perreras". Die wohl bekannteste ist "Son Reus" in der Hauptstadt Palma. Es handelt sich hierbei nicht um Tierheime! Die Tiere werden nach 21 Tagen - falls sich weder der alte noch ein neuer Besitzer meldet - getötet!
Nach diesen drei Wochen wenig artgerechter Haltung erfolgen regelrechte Massentötungen von meist gesunden Hunden. Dabei spielt es keinerlei Rolle, ob es süße Welpen, junge oder ältere Hunde sind, Reinrassige oder Mischlinge.

Mittlerweile gibt es aber auch Perreras, in denen nicht mehr automatisch getötet wird und die Hunde - zumindest theoretisch - größere Chancen auf Vermittlung haben, weil sie länger in der Perrera bleiben dürfen. Aber auch so eine Perrera kann nicht uferlos Tiere aufnehmen und wenn alle Zwinger belegt sind, beginnt die große Selektion.

Immer mehr Gemeinden sind dazu übergegangen, ihre Perreras zu schließen und den Abholdienst der Organisation "Natura Parc" in Anspruch zu nehmen, um die Tiere direkt nach „Son Reus“ zu bringen.

Wie kommt ein Hund in eine Perrera ?

- vom Hundefänger eingefangen und dort abgeliefert, um dann eine Frist abzusitzen von 2- 30 Tagen, je nach Perrera. Nachdem diese Frist abgelaufen ist (falls er einen Besitzer hat, der ihn sucht), kann der Hund jederzeit getötet werden!

- vom Besitzer, der hat das Tier selber dort abgegeben, dann gibt es keine Frist und der Hund kann sofort getötet werden. 

Die Bedingungen in den Tötungsstationen für die Tiere sind sehr hart, in einem Zwinger von vielleicht 2 qm sitzen oftmals mehr Hunde als dafür vorgesehen und somit unterliegen die armen Tiere extremen Streßsituationen, es kommt zu Rangeleien und Beißereien, wobei es auch immer wieder Kämpfen mit tödlichem Ausgang gibt. Die Hunde werden dort nichts weiter als aufbewahrt und nach Ablauf der vorgeschriebenen Zeit exekutiert.

In einigen Gemeinden ist es Tierschützern gelungen, eng mit der staatlichen Perrera zusammenzuarbeiten. D.h., es wird den  jeweiligen Vereinen gestattet, nach Ablauf der dortigen Frist die Hunde in das jeweilige Tierheim des Vereins zu übernehmen.

Einzigartig und damit besonders hervorzuheben ist die Gemeinde Ses Salines. Diese hat schon 2003 die Leitung ganz in meine Hände gelegt. Die hier untergebrachten Hunde werden sofort vor Ort tierärztlich versorgt und bis zu ihrer Vermittlung liebevoll gepflegt.

Deshalb gilt ein besonderes "Danke schön" an dieser Stelle der Gemeinde Ses Salines, die unsere Arbeit in dieser Art erst möglich macht.

Es ist noch viel zu tun - helfen SIE uns, unsere Ziele weiter zu verwirklichen!

Elke Wember für das Team von Hunde aus Mallorca

Film über den Umzug aus dem kleinen städtischen Tierheim auf unsere Tierheim-Finca

Quelle: www.giftige-pflanzen-beim-hund.de